#1 – Alles begann mit einem Honigtopf

"Stellen Sie sich vor, Sie wären eine Bärin, die zufrieden vor ihrer Hölle sitzt und Honig schleckt. Was ist der Honig in Ihrem Leben?"

Eine unlösbare Aufgabe?

Keine ganz einfache Frage. Die letzten Jahre hat schwere Migräne mein Leben bestimmt. Zwischen langen und heftigen Schmerzattacken mit all ihren Nebenwirkungen, gab es kaum noch normale Tage. Wo soll da der Honig sein? Und außerdem lebe ich vegan. 😀
Aber meine neue Heilpraktikerin hatte mir nun mal diese Hausaufgabe mitgegeben. Und es wäre ja mehr als sinnentleert, eine Therapeutin zu bezahlen und ihr nicht zu folgen.

Was also würde ich gerne machen in einer Welt mit grenzenlosen Möglichkeiten? In meiner damaligen Situation eine völlig ungewohnte Frage, deren Antwort etwas Zeit brauchte.
Ja, wenn alles möglich wäre, dann würde ich unglaublich gern in zwei Länder reisen, in denen das Erzählen von Geschichten - das Storytelling - eine sehr viel lebendigere Vergangenheit hat als bei uns. Trifft das auch noch für die Gegenwart zu? Was kann ich von den Storytellern dort lernen?

Ein Traum bekommt Worte

Einen Monat lang durch Großbritannien reisen. Ein Land, in dem ich mich immer sehr, sehr wohl, willkommen und zuhause gefühlt habe. Ein Land, das ich schon viel, viel zu lange nicht mehr besucht habe.
Einen Monat lang durch Irland reisen. Ein Land, das schon seit meiner Jugend ganz oben auf meiner Wunschliste steht. Ein Land, zu dem mich viele Jahre so etwas wie Heimweh gezogen hat, und das ich bisher trotzdem noch nie erreicht habe.
Zwei Länder, in den sehr viele, sehr beeindruckende 'Storyteller' leben. Zwei Monate, die ich damit verbringen möchte, diese Kollegen zu treffen, mich mit ihnen auszutauschen, von ihnen zu lernen und vielleicht ein paar Geheimnisse von Ihnen zu erfahren.
Wow - das ist mal ein riesiger Honigtopf!

Aber ein Traum ist auch nur ein Traum, oder?

Aber mal ganz ehrlich: Wie soll so etwas möglich werden können? Zeit! Geld! Arbeit! Und und und ...

Mein Mann, Volker, wusste nichts von meiner Hausaufgabe. Aber am Abend des Tages, an dem ich meinen Honigtopf gefunden habe, stellte er mir eine ähnliche Frage. Diesmal hatte ich die Antwort gleich parat! Ich erzählte Volker von meinen Ideen und Gedanken - wissend, dass das doch eigentlich gar nicht gehen kann ...
Was soll ich sagen: Volker fand die Umsetzung längst nicht so unmöglich wie ich. Vor allem fand er es unglaublich wichtig, dass ich dieses Abenteuer erleben kann!

Na dann ...

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